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Cards of Love - Band 1 - Die Magie des Todes von Nena Tramountani


Informationen zum Buch


Seiten: 378

Verlag: Moon Notes Verlag

Erscheinungsdatum: 06.11.2021

ISBN: 978-3-96976-017-8

Preis: 15,00€


Klappentext


Glaubst du an die Macht des Tarots?


Ein plötzlicher Todesfall.

Ein ehrwürdiges Grand Hotel in Venedig.

Ein Stockwerk, das von seltsamen Schauspielern bewohnt wird.

Giulietta, die ihnen die Karten legt, und auf der Suche nach Antworten ist.

Malvolio, der sie in seinen Bann zieht.

Noch ahnt Giulietta nichts von der Gefahr, die hinter seinen Worten lauert. Der Gefahr, nicht nur ihr Herz, sondern alles zu verlieren.


Meinung


Giulietta weiß noch nicht genau welche Richtung sie nach der Schule einschlagen soll. Sie ist noch planlos und unsicher. Jedoch hat sie ein Hobby, mit dem sie sich beschäftigt und welches sie brennend interessiert. Ganz zum Leidwesen ihres Vaters. Sie hat ein Faible für Tarotkarten und liebt es die Karten zu legen oder legen zu lassen. Stets an ihrer Seite ihre Nachbarinnen, die ebenfalls dem Tarot verfallen sind. Eines Tages erhält Giulietta die traurige Nachricht, dass ihr Vater verstorben sei und ausgerechnet in der Stadt, von der er sie immer fernhalten will. Und dann möchte er auch noch in Venedig beerdigt werden. Das sind für Giulietta zu viele Zufälle, die nicht zu ihrem Vater passen. Sie beschließt nach Venedig zu reisen, wo sie auf ihren Onkel trifft, von dem sie zum ersten Mal hört. Sie möchte wissen, was vor sich geht und begibt sich auch die Suche nach Informationen. Dabei begegnet ihr Malvolio, der ihr scheinbar zur Seite steht. Doch er verfolgt sein ganz eigenes Ziel, bei dem er ihre Hilfe zwingend braucht.


Das Cover ist ein Traum. Es passt hervorragend zum Thema Tarot und auch die Farben sind schön. Ich liebe das Lila mit den gelben Elementen. Im Buch selbst gibt es immer zum Kapitelbeginn Illustrationen, welche von Lea Melcher angefertigt wurden, die jedem Kapitel nochmal eine ganz besondere Note geben. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Nena schreibt modern, bildlich und mit viel Liebe und Humor. Sie kreiert vor allem ein schönes mystisches Venedig, welches mir sehr gut gefallen hat. Die Schriftart hat mich jedoch etwas aus dem Konzept gebracht. Es hat auch eine ganze Weile gebraucht bis ich mich daran gewöhnt habe. Sinn und Zweck der Sache ist es zwischen der Sicht von Giulietta und Malvolio zu unterscheiden. Aus meiner Sicht wäre das aber nicht notwendig gewesen, da es beim Lesen ersichtlich wurde. Man hätte es sicherlich auch anders lösen können.


Giulietta ist ein introvertiertes Mädchen. Sie bleibt eher für sich. Ihre einzigen Freunde sind ihre Nachbarn. Sie ist auch sehr unentschlossen und weiß nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Ihr einziges Interesse gilt den Tarotkarten. Auch wenn sie eher nachdenklich ist, ist sie auch klug und mutig. Sie lässt sich nichts gefallen und hinterfragt alles. Ihr Vertrauen muss sich jeder verdienen.

Malvolio ist ein mysteriöser junger Mann, den man erst im Laufe der Geschichte besser kennenlernt. Man kann ihn jedoch nie so wirklich durchschauen, sodass er immer für eine Überraschung gut ist.


Die Geschichte ist gerade zu Beginn sehr undurchsichtig. Man weiß nicht so genau in welche Richtung sich alles entwickeln wird und welche Charaktere sich wie verhalten. Wem kann man vertrauen und wer führt ein falsches Spiel? Die Geschichte ist sehr spannend und man begibt sich im Prinzip selbst auf eine kleine Detektivreise. Das hat mir sehr gut gefallen. Vor allem habe ich mit Giulietta die ganze Zeit mitgefiebert.


Das Setting hat mir wirklich extrem gut gefallen. Ich mag das düstere und mystisch angehauchte Grand Hotel, ich liebe das künstlerisch verspielte Venedig und die Charaktere, die sich super in die Geschichte eingefügt haben. Vor allem die Namen der Charaktere finde ich sehr gut gewählt und passend.


Ich habe einen Kritikpunkt, den ich leider nicht kleinreden kann. Die Liebesgeschichte konnte mich bedauerlicherweise nicht berühren. Es hat sich sehr gezogen, dann wurde Giulietta von Malvolio enttäuscht und dann ist es die große Liebe. Das ist mir persönlich zu sprunghaft und hat auch nicht so recht zu Giulietta gepasst. Sie ist sonst so misstrauisch und traut Niemanden über den Weg und ehrlich gesagt hat Malvolio nichts getan, um ihr Vertrauen wirklich zu wecken.


Das Ende ist sehr überraschend. Damit habe ich nicht gerechnet. Vor allem habe ich es überhaupt nicht kommen sehen. Gefühlt haben die Charaktere es selbst nicht kommen sehen.


Mit Tarotkarten hatte ich bisher keine Kontaktpunkte. Jedoch finde ich das Thema sehr interessant und magisch. Venedig als Stadt konnte dem Ganzen noch das gewisse Etwas verleihen. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen.


Fazit


4/5 Sterne

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