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Das Herz aus Eis und Liebe von Renée Ahdieh


Informationen zum Buch


Originaltitel: Smoke in the Sun

Seiten: 432

Verlag: One Verlag

Erscheinungsdatum: 28.06.2019

ISBN: 978-3-8466-0088-7

Preis: 18,00€


Klappentext


Sei Wasser. Bewege dich mit dem Strom.


Der Schwarze Clan ist aufgeflogen, und Ökami wurde gefangen genommen. Mariko weiß, dass sie jetzt keine andere Wahl mehr hat: Sie muss Prinz Raiden an den königlichen Hof folgen. Von nun an spielt sie die ergebene Braut, um die Ränkeschmiede im Palast aufzudecken und endlich herauszufinden, was und wer hinter all den Lügen und Geheimnissen steckt, die schon so viele das Leben gekostet haben. Klugheit und Umsicht sind dabei ihre stärksten Waffen. Doch wie soll es ihr gelingen, Ökami zu befreien und für Gerechtigkeit zu sorgen, wenn sie unter ständiger Beobachtung steht und sich hinter jedem aufgedeckten Geheimnis das nächste verbirgt?


Meinung


Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten Band an. Ökami wird in den Kerker geschmissen und mehr als nur misshandelt. Währenddessen muss sich Mariko am Hof durchschlagen und beweisen. Sie lernt wem sie vertrauen kann und wem nicht. Wer an welchen Idealen festhält und wer nur Mitläufer ist. Sie wächst in dieser Zeit auch über sich selbst hinaus und findet sich in den Intrigen und Machtspielen gut zurecht.


Leider hatte der zweite Band der Reihe nicht den Charme des ersten Bandes. Ich fand die Fortsetzung zwar schön und auch angenehm zu lesen. Aber leider konnte es mich nicht so wirklich überzeugen. Und das, obwohl es sich um meine Lieblingsautorin handelt. Aber ich fand die ersten beiden Drittel ziemlich langatmig und wenig ereignisreich. Mir hat ein wenig Action während des Buches gefehlt, so dass es mich nicht so richtig packen konnte. Auch die Liebesgeschichte zwischen Mariko und Ökami kam eigentlich komplett zum Erliegen, was ich wirklich schade fand.


Renée Ahdiehs Schreibstil ist für die meisten gewöhnungsbedürftig. Ich finde ihn jedoch einfach genial. Er ist einfach für das Genre und das Setting passend. Sie schreibt häufig poetisch und hat ein Talent dafür, die Dinge zu umschreiben, sodass genug Fantasiefreiraum bleibt. Manchmal ist der Lesefluss etwas holprig, wenn zu viele Fremdwörter verwendet werden. Aber im Kontext wird einem schnell klar, was damit gemeint ist.


Das Thema ist ziemlich zeitgemäß. Es geht um Korruption, Machtgier und Privilegien. Das gibt es ja in jeder Zeit und wird wohl auch nie verschwinden. Wobei ich schon sagen muss, dass Mariko hier wohl eher eine Schachfigur im Geschehen ist und sie aus der Situation wohl nur das Beste macht, ohne wirklich Einfluss zu nehmen. Sie sorgt viel mehr für Denkanstöße. Das fand ich etwas schade, denn eine starke Frau sieht für mich irgendwie anders aus. Vor allem weil es sich im ersten Band auch irgendwie anders entwickelt hatte und ich somit etwas anderes erwartet hatte. Sie wurde vom Schwarzen Clan im Prinzip ausgebildet und davon merke ich im zweiten Teil relativ wenig.


Fazit


3/5 Sterne

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