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King of Scars - Thron aus Gold und Asche von Leigh Bardugo


Informationen zum Buch


Originaltitel: King of Scars

Seiten: 512

Verlag: Knaur Verlag

Erscheinungsdatum: 20.08.2019

ISBN: 978-3-426-22700-8

Preis: 16,99€


Klappentext


Freibeuter. Soldat. Bastard. Überlebender. Herrscher.


Nikolai Lantsov hat schon viele Titel getragen, doch „Zar“ ist bislang der gefährlichste davon. Niemand weiß, was der junge Herrscher Ravkas während des blutigen Bürgerkrieges durchgemacht hat – und wenn es nach ihm geht, soll das auch so bleiben. Denn seither regt sich eine dunkle Magie in ihm, die alles zu zerstören droht, was er aufgebaut hat.


Während die legendäre Grisha Zoya verzweifelt versucht, Nikolais gefährliches Geheimnis zu wahren und ihn in seinem Kampf gegen die düstere Macht zu unterstützen, sammeln sich an den Grenzen Ravkas bereits neue Feinde, und der junge Zar muss sich der wachsenden Bedrohung für sein geschwächtes Land stellen.


Meinung


Wenige Jahre nach dem großen Kampf gegen den Dunklen auf der Schattenflur hat sich einiges verändert. Die große Bedrohung konnte abgewehrt werden, doch der Schein trügt. Ravka ist seit Jahren im Krieg und scheint sich kaum davon zu erholen. Die Feinde lauern und wittern ihre Möglichkeit Ravka für sich zu beanspruchen. Nikolai muss versuchen seine Position und das Land aufrecht zu erhalten. Nebenbei muss er auch seinen eigenen Dämon bekämpfen oder ihn im Zaun halten. Stets an seiner Seite ist Zoya, die ihm bei seinem Kampf hilft. Nina versucht dem Land ebenfalls zu helfen, jedoch über die Grenze hinaus.


Das Cover gefällt mir richtig gut. Ich liebe das goldene Cover mit seinen vielen kleinen Elementen. Aus meiner Sicht ist es bis jetzt das schönste Cover aus dem GrishaVerse-Universum. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und bildhaft. Leigh Bardugo schafft es immer wieder mit Witz und Humor zu punkten. Die Dialoge zwischen Nikolai und Zoya sind immer wieder aufs Neue unterhaltsam und erfrischen. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass sie sich eigentlich im Krieg befinden.


Die Charaktere kennt man bereits aus den vorherigen Büchern. In diesem Band spielen Nikolai, Zoya und Nina die Hauptrollen. Wenn ich mich an Zoya aus der Trilogie erinnere, dann wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, dass ich sie mal sympathisch finden könnte. Doch in diesem Buch lernt man sie von einer ganz anderen Seite kennen und in gewisser Weise lieben. Ich mag die Vertrautheit zwischen Nikolai und Zoya total gerne. Die beiden harmonisieren gut und können sich auch blind aufeinander verlassen. Nina kann auch in diesem Band wieder punkten. Sie will ihr Versprechen gegenüber Matthias halten und begibt sich Undercover nach Fjerda. Dabei macht sie sich auch auf die Suche nach weiteren Grisha und will dem Parem auf die Spur gehen. Sie möchte so vielen Grisha wie möglich helfen und sie befreien. Sie ist eine starke Person, die ich bewundere. Sie hält an ihrer Liebe fest und kann auch gleichzeitig nach vorne sehen. Für mich ist Nina die stärkste Frau innerhalb des GrishaVerse-Universums.


Ich muss gestehen, dass ich die erste Hälfte des Buches sehr schwach finde. Aus meiner Sicht hat sich die Geschichte sehr in die Länge gezogen. Dieser Teil kann auch wenig Spannung hervorbringen. Jedoch geht es ab der Hälfte richtig los und die Ereignisse überschlagen sich. Die Handlung ist stark vom Krieg und der Politik geprägt, was mir gut gefallen hat. Es zeigt die Situation von Ravka und auch der Grisha. Trotz der Tatsache, dass Ravka die Welt vor dem Dunklen bewahrt hat, existiert immer noch Krieg und die Grisha werden immer noch verachtet und gefürchtet.


Ich finde die einzelnen Wendungen immer wieder grandios. Leigh Bardugo schafft es immer wieder ihre Geschichten so zu stricken, dass ich den Ausgang der Geschichte nicht vorhersehen kann. Ich liebe ihre Art Geschichten zu erzählen. Vor allem schafft sie es immer wieder im düsteren Setting durch Witz und Humor die Atmosphäre zu lockern.


Ich finde den ersten Teil der Dilogie gelungen, wenn auch zu Beginn langatmig. Jedoch bin ich schon gespannt wie es weitergeht.


Zitat


„Die Öffentlichkeit könnte vergessen, wie gut ich aussehe.“

„Das bezweifle ich. Dein Gesicht ist auf dem Geld.“

S. 25


Fazit


4/5 Sterne