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Mortal Engines - Krieg der Städte von Philip Reeve (Band 1)

Aktualisiert: 1. Feb 2020


Informationen zum Buch


Originaltitel: Mortal Engines

Seiten: 336

Verlag: Fischer TOR Verlag

Erscheinungsdatum: 24.10.2018

ISBN: 978-3-596-70212-1

Preis: 12,00€


Klappentext


Der Beginn eines großen Abenteuers…

Es war ein dunkler, böiger Nachmittag im Frühling, und im ausgetrockneten Bett der Nordsee eröffnete London die Jagd auf eine kleine Schürferstadt.

Auf einer postapokalyptischen Erde in der fernen Zukunft haben sich die Städte, angetrieben von gigantischen Motoren, in Bewegung gesetzt. Und sie machen Jagd auf einander.

Mortal Engines – Krieg der Städte ist der Auftaktband einer monumentalen Fantasysaga voller Luftschiffe und Piraten, Kopfgeldjäger und Spione.

Es war nur natürlich, dass Großstädte kleine Städte fraßen, dass Kleinstädte Dörfer verschlangen und sich Dörfer an statischen Siedlungen gütlich taten. Das war der Städtedarwinismus, und so lief es in der Welt seit Hunderten von Jahren…

Eine der gefährlichsten Städte in den Großen Jagdgründen ist London, prächtig anzusehen und voller stolzer, furchtloser Bewohner – bis ein Attentat die Dinge aus dem Gleichgewicht bringt. Als das Mädchen mit dem Tuch vor dem Gesicht ein Messer zückt, um den Obersten Historiker Londons, Thaddeus Valentine, umzubringen, kann ihm der junge Gehilfe Tom in letzter Sekunde das Leben retten. Er verfolgt das Mädchen, das jedoch durch einen Entsorgungsschacht in die Außenlande entkommt. Dass Valentine, statt seinem Retter zu danken, den Jungen gleich mit hinausstößt, konnte beim besten Willen keiner ahnen…

Damit beginnt Toms und Hesters abenteuerliche Odyssee durch die Großen Jagdgründe. Sie treffen auf Sklavenhändler und Piraten, werden von einem halbmenschlichen Kopfgeldjäger verfolgt und von einer Aeronautin namens Anna Fang gerettet. Und all das, während in London finstere Pläne geschmiedet werden.


Meinung


Das Buch handelt von Hester Shaw, die durch Valentine ihre Eltern verliert und selbst dabei zu Schaden gekommen ist. Aus Rache verfolgt sie Valentine nach London und als sie denkt, dass sie kurz davor ist, ihr Ziel zu erreichen, kommt ihr Tom in die Quere.

Die beiden werden aus London „entsorgt“ und so beginnt auch die lange Reise der Beiden. Sie kämpfen sich durch die Außenlande und begegnen dort Anna Fang. Diese hilft Ihnen, verfolgt aber auch ihre eigenen Ziele. Sie gehört zu den Antitraktionisten und kämpft gegen Städte wie London.

In der Zwischenzeit wird in London Medusa zum Leben erwacht. Eine tödliche Maschine aus vergangenen Zeiten, die dem 60-minütigen Krieg zugeschrieben wird. Sie wird auch an der Kleinstadt Bayreuth getestet und soll im Anschluss auch an den Antitraktionisten angewendet werden. Doch dies wissen gewisse Personen zu verhindern.

Auch ein Geschichtsstrang wird der Tochter von Valentine zugeschrieben. Denn diese ist gegen die Bewegung von London, ihren Vater und dem Oberbürgermeister. So kommt es, dass sie sich mit einem Gehilfen und der Historikergilde gegen eben diese auflehnt.

Zum Schluss kommt es zum großen Finale, bei dem London in die Knie gezwungen wird.


Ich liebe das Cover von London als fahrende Stadt mit Hester auf der anderen Seite. Es zeigt wie imposant es wohl sein muss, wenn Städte vor einmal mobil werden. Auch die Farbgebung finde ich richtig schön und dazu im Kontrakt der rote Schal – Hesters Markenzeichen.


Das Buch lässt sich echt gut lesen. Die Kapitel haben genau die richtige Länge, damit keine Details untergehen. Auch springen die verschiedenen Kapitel oder Abschnitte zwischen den Personen hin und her, wodurch man Einblick in alle Sichtweisen erhält. Die gesamte Geschichte wird somit von allen Seiten gut beschrieben.


Ich habe zuerst den Film im Kino gesehen und mir im Anschluss sofort das Buch gekauft und gelesen. Ich finde es total schade, dass das Buch und der Film so krass voneinander abweichen. Das Alter von bspw. Tom und Hester ist im Buch deutlich jünger. Hester ist auch entstellter als im Film dargestellt. Katherine ist braunhaarig und stirbt am Ende. Valentine ist nicht das Übel, sondern der Oberbürgermeister selber. Anna Fang ist nicht auf der Suche nach Hester, sondern deren Begegnung ist zufällig. Ich finde es wirklich schade, dass sich die Filmindustrie nicht an die Bücher halten kann.


Aber um ehrlich zu sein, finde sowohl das Buch als auch den Film echt gut. Für mich war es das erste Buch in einem solch technisch dominierten Setting. Mir haben beide Varianten auf ihre Art und Weise wirklich gefallen. Ich werden auf jeden Fall die Bücher weiterlesen, da mir Hester und Tom echt ans Herz gewachsen sind. Ich bin wirklich gespannt wie es mit den beiden weitergeht.


Bewertung


4/5 Sterne

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