• Buchstabenschloss

Nemesis von Jilliane Hoffman


Informationen zum Buch


Originaltitel: Nemesis Rising

Seiten: 448

Verlag: Wunderlich Verlag

Erscheinungsdatum: 26.03.2019

ISBN: 978-3-8052-5072-6

Preis: 22,95€


Klappentext


Willkommen im Spiel ohne Grenzen


Ein geheimes Forum im Internet. Dreizehn Männer, die viel Geld bezahlen, um live dabei zu sein, wenn junge Frauen sterben: die ahnungslosen Kandidatinnen im «Spiel ohne Grenzen».


Als in Miami eine brutal zugerichtete Frauenleiche entdeckt wird, kommt Staatsanwältin C.J. Townsend dem perversen Spiel des Clubs auf die Spur. Sie tut alles, um die Macher aufzuhalten, doch dann verschwindet eine weitere junge Frau. Und noch ehe C.J. begriffen hat, dass die Regeln des Spiels sich geändert haben, verwandelt sich auch ihr eigenes Leben in einen Albtraum...


Meinung


Zurück in der Heimat versucht C. J. Townsend zusammen mit ihrem Mann ein normales Leben zu führen. Doch so einfach geht es leider nicht. Vor allem wenn sie wieder bei ihrem alten Arbeitgeber arbeitet und mit Sachverhalten konfrontiert wird, die sie lieber hinter sich lassen möchte. Als sie eine übel zugerichtete Leiche mit Brandzeichen sieht, weiß sie, dass der Snuff-Club noch aktiv ist. Sie gräbt tiefer und stößt auf das Spiel ohne Grenzen. Da sie dem Ganzen ein Ende machen möchte, wird sie zur Rachegöttin Nemesis und rächt jede einzelne Frau und macht dem Club ein Ende. Doch kann sie dem Club wirklich ein Ende machen? Und was macht es aus ihr?


Das Cover mit dem Panther hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Der Blick wirkt auf mich willensstark. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig. Jilliane schreibt unfassbar spannend, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Gleichzeitig ist man erschrocken mit welchen Worten sie das Grausame greifbar macht. Die ganze Geschichte ist unglaublich fesselnd. Es war mir teilweise sogar zu brutal und zu grausam. Normalerweise lese ich keine Thriller, aber Jilliane Hoffman konnte mich schon immer überzeugen, sodass ich jedes Mal zu ihrem neuen Buch greife.


C. J. Townsend kennt man schon aus einigen vorherigen Bänden. Sie kämpft mit ihren inneren Dämonen, die sich in der Vergangenheit im Inneren gefestigt haben. Sie kann das Geschehene nicht richtig verarbeiten, weil sie einfach nicht aus der Hölle rauskommt. Zusätzlich zu dem Erlebten quält sie ein unerfüllter Kinderwunsch. Alles zusammen belastet nicht nur sie, sondern auch ihre Beziehung. Als sie zur Rachegöttin wird, habe ich das Gefühl, dass sie mit allem abrechnet und endlich loslässt. Jedoch muss ich gestehen, dass ich sie gar nicht mehr wiedererkannt habe. Ich hatte regelrecht Angst vor ihr. Sie wurde unberechenbar und hat Grenzen überschritten, bei denen ich mir sicher war, dass sie sie nie überschreiten würde. Das ist für mich auch der Grund, warum ich nicht 5 Sterne geben konnte. C. J. kam mir so fremd vor und wenn ich ehrlich bin bezweifle ich auch, dass das für ihren Seelenfrieden die richtige Wahl war. Vor allem verstrickt sie sich selbst nur in weitere Vorfälle und Geheimnisse. Das Kartenhaus kann eigentlich nur zusammenbrechen. Dass sie damit durchkommt, macht die Situation auch nicht besser. Dennoch bin ich froh, dass sich für sie alles zum Besseren wendet.


Der Snuff-Club ist ein spannendes Thema, bei dem ich hoffe, dass es so was nicht gibt. Ich hatte regelrecht Gänsehaut, die zur Übelkeit konvertiert ist. Die Grausamkeit kennt keine Grenzen. Wenn ich mir dann noch vor Augen führe, aus welchem beruflichen Umfeld die Autorin stammt, frage ich mich schon, ob da ein Fünkchen Wahrheit dran ist. Und das macht das ganze Buch noch krasser.


Fazit


4/5 Sterne